Elektrosmog

 

Was versteht man unter „Elektrosmog"


In unserer natürlichen Umwelt finden wir neben Luft, Wasser und Erde magnetische und elektrische Felder. Die Feldstärken sind verhältnismäßig niedrig und nur schwer meßbar. Lebenswichtige Funktionen in unserem Körper wie die Steuerung des Herzschlags, die Nervenreizung und sogar bestimmte Vorgänge in den menschlichen Zellen werden durch elektrische Impulse gesteuert. Seit etwa 50 Jahren erleben wir, daß dieses natürliche Strahlungsfeld immer stärker durch Hochspannungsleitungen, Satelliten, Radaranlagen, Rundfunk , Fernseh und Richtfunksender beeinflußt wird. In jedem modernen Haushalt gibt es: Radio, Fernseher, Mikrowellenherd, Computer, Radiowecker, Fernseher, Mobiltelefon, Babyphon und elektrische Heizdecken. Alle diese elektrischen Geräte erzeugen eigene Strahlungsfelder, die das natürliche Feld überlagern. „Elektrosmog" ist die Bezeichnung für das Durcheinander all dieser Felder. Die Einheit für das elektrische Feld ist Volt pro Meter (V/m). Magnetfelder werden in Nanotesla (nT/m) angegeben.

Wie wirkt „Elektrosmog" auf den Menschen?


Auch wenn die krankmachenden Wirkungen größtenteils nicht abschließend wissenschaftlich erforscht sind, können durch Elektrosmog bzw. Elektrostreß nach Meinung kritischer Experten unter anderem folgende Wirkungen auftreten: Schlafstörungen, Kopfschmerzen, Gereiztheit und generelle Befindlichkeitsstörungen. Möglicherweise kann auch das Immunsystem (z.B. gegen Krebs) geschwächt werden. Im Zusammenhang mit chemischen Belastungen wie Schwermetallen, Pestiziden usw., sind Synergieeffekte nicht auszuschließen. Starke hochfrequente Felder führen zu thermischen Effekten, wie z.B. beim Erhitzen mit der Mikrowelle. Andere (athermische) Wirkungen kann man bei relativ geringen elektromagnetischen Feldern nachweisen. Dazu gehören z.B. Herzkammerflimmem oder Nervenstimulationen. Strukturen der Zellmembran können sich ändern und den Stoffaustausch in den Körperzellen stören. Durch Hormonstörungen im Zusammenhang mit der Zirbeldrüse wird evtl. in den Schlaf , Wachrythmus eingegriffen. Schwedische Forscher haben einen Zusammenhang zwischen der Nähe zu Hochspannungsleitungen und Leukämie ermittelt. Bei dem Einsatz in der medizinischen Therapie besteht auch die Möglichkeit einer positiven Wirkung von Feldern für den Organismus. Letztendlich geht es immer um die Dosis, der man ausgesetzt ist. Ganz sicher wurde diese für den .,zivilisiert" lebenden Menschen in den letzten Jahren vervielfacht.

Wie kann man „Elektrosmog messen?

Grundsätzlich sollte man wissen, das qualitativ hochwertige (normgerechte) Messungen nur von Spezialisten mit sehr aufwendigen und teuren Meßgeräten durchgeführt werden können. Dies gilt insbesondere, wenn es um Schwingungen geht, die außerhalb unseres „Haushaltstroms" von 50 Hertz liegen. Für orientierende Messungen in Wohnungen z.B. zur Optimierung des Schlafplatzes genügen in der Regel einfache Geräte, mit denen qualitative Aussagen möglich sind. Es muß allerdings darauf geachtet werden, daß die maximalen (gekrümmten) Feldlinien des magnetischen Wechselfeldes erfaßt werden.

Wie wird Elektrosmog beurteilt?

In Deutschland gelten zur Zeit Normen und Regeln, die auch im internationalen Vergleich den Ansprüchen auf einen ausreichenden gesundheitlichen Schutz für empfindliche Personen nicht recht werden. Im privaten Wohn und Schlafbereich sollten Werte von 10 V/m für das elektrische Wechselfeld und 200 nT für das magnetische Wechselfeld nicht überschritten werden! In dieser Größenordnung liegt die „zivilisationsbedingte" Hintergrundsbelastung für „normale" Haushalte.

Wie kann man "Elektrosmog" aus dem Weg gehen?

Halten Sie Abstand!

Vorrangig ist zu empfehlen:

  • Der Abstand zu Hochspannungsleitungen, Trafohäusem und Sendemasten sollte mindestens 20 Meter, wenn möglich mehr als 100 m betragen. (Achtung: Auch Erdungsleitungen können zu starken Feldern führen).
  • Sendemasten gehören nicht auf Privathäuser und schon gar nicht auf Kindergärten und Schulen.
  • Im Schlafzimmer sollte der Abstand zu Radiowecker, Nachttischlampe und ähnlichen Geräten mindestens 1,5 m betragen.
  • Verzichten Sie auf elektrische Fußbodenheizungen, Heizkissen und Babyphon.
  • Achten Sie beim Kauf von Elektrogeräten auf Schukostecker und auf geerdete Leitungen.
  • Eine optimale Lösung bietet die Freischaltung von ganzen Wohnbereichen, wie z.B. des Schlafzimmers während der Nachtzeit. Alle Leitungen werden vom elektrischen Strom getrennt.
  • Achten Sie auf eine „sicherheitsgeprüfte" und technisch immer einwandfreie Mikrowelle. Verzichten Sie möglichst auf die hochfrequente Belastung durch Funktelefonen; bei Nutzung im PKW: Festeinbau.
  • Computerbildschirme sollten nach Norm "MPR2" geprüft sein.